Da uns unser Winterurlaub im letzten Jahr auf den Lofoten so gut gefallen hatte, beschlossen wir, es in diesem Jahr noch einmal zu probieren. Nur Winter, kein Sport!

Um nicht wieder so eine weite Anreise zu haben und trotzdem möglichst auf der sicheren Seite zu sein, was den Schnee betrifft, fiel unsere Wahl aufs Riesengebirge. Hier entschieden wir uns für die Erlebachbaude, die fast oben auf dem Kamm liegt und schon eine gewisse Schneesicherheit, aber auch einen ordentlichen Komfort bietet.

Gut, was die Nähe betrifft, Luftlinie ist es wirklich nicht weit, aber durch die kleinen, kurvenreichen Straßen vor Ort entstehen doch ganz beachtliche Reisezeiten. Auch wenn man dort von einem Ort in den Nachbarort will, werden ganz schnell aus 10 km Luftlinie 80-90 Straßenkilometer in 2 Stunden....

Wie dem auch sei, wir waren mit unserer Wahl sehr zufrieden. Die Baude bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältniss und Schnee hatten wir mehr als genug. Die Sonne schien auch fast jeden Tag. Natürlich ist man dort vor allem auf Skifahrer ausgerichtet, trotzdem gab es auch für uns Fußtouristen genug zu entdecken. Highlights waren unsere beiden Kurzwanderungen auf dem Kammweg ab der Spindlerbaude. Einmal über die Mädelsteine bis zu den Mannsteinen(also nach Westen), hier war der Weg gut begehbar. Die Tour nach Osten, die uns eigentlich bis zu den Mittagsteinen führen sollte, mussten wir wegen schwieriger Wegverhältnisse kurz vorm Ziel abbrechen. Schneeschuhe hätten uns hier sicher weitergeholfen...

Einen Ausflug mit dem Auto haben wir auch unternommen, einmal ums Gebirge nach Pec pod Snezku, von wo wir mit der neuen Seilbahn auf den Gipfel der Schneekoppe fuhren.

Oben war es extrem stürmisch und die Sicht etwas engeschränkt. Wir hatten gedacht, vielleich in der gigantischen polnischen Baude auf dem Gipfel etwas zu Mittag essen zu können, leider war diese aber geschlossen. Nur ein winziger Imbiss auf der tschechischen Seite war geöffnet.

Für unsere freie Woche im Juli hatten wir uns einen Camper gemietet um damit in die Provence zu reisen. Elvis, so der Name unseres Gefährts, war nicht mehr der jüngste, hielt aber die gut 3000 km tapfer durch, nur die Schiebetür gab leider schon nach wenigen Tagen den Geist auf.

Bei unserer Mittagspause in der Nähe von Strasburg trafen wir auf der großen und belebten Raststätte einige recht zutrauliche Störche.

Am ersten Tag übernachteten wir auf einem innerstädtischen Rastplatz in Cousance, nahe der schweizerischen Grenze im Jura.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter, fanden in Vaisson la Romaine keinen geeigneten Parkplatz, schauten uns dann die berühmte Abbaye de Senanque an und übernachteten im malerischen Fontaine de Vaucluse.

Am nächsten Tag besuchten wir die Ockerbrüche von Rousillion und fanden endlich "richtige" Lavendelfelder und eine komfortablen Campingplatz in Sisteron.

Eigentlich wollten wir dann einen oder zwei Tage am Lac de Sainte Croix verbringen. Allerdings stellte der sich als nicht annähernd so malerisch wie erwartet heraus: viel zu viele Menschen.
Deshalb war unsere nächster Etappenort das hübsche, nahegelegene Städtchen Riez.

Aber eine Fahrt durch die abenteuerliche Verdon-Schlucht mussten wir trotz der vielen Leute noch unternehmen bevor wir langsam an den Rückweg denken mussten.